2022 Rückblick

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10 Karten für Joseph (Januar)

Vier Künstlerinnen und ein Künstler des kunstbalkon Kassel hatten zusammen zehn Postkarten für Joseph Beuys gestaltet: Aliaa Abou Khaddour, Jörn P. Budesheim, Anna Hoffmann, Ruth Lahrmann und Judit Rozsas.

Ende 2021 zur Weihnachtswarte und Anfang 2022 als erste Ausstellung des Jahres wurden die Originale im Kunstbalkon gezeigt.



SOLI-Kunstauktion der Initiative Kasseler Atelierrundgang

Kunst kann auch in Kassel helfen (März bis April)

Wir alle sind erschüttert über den Krieg gegen die Ukraine und es ist klar, dass Spenden für die Opfer dieses Krieges auf nicht absehbare Zeit notwendig sein werden.

Deshalb startet die Initiative Kasseler Atelierrundgang mit der Unterstützung ihres Netzwerks Kasseler Künstler*innen eine online SOLI-KUNSTAUKTION auf ihrem Instagram-Account @kasseler_atelierrundgang. Gemeinsam soll auf diese Art Geld gesammelt werden, um die Menschen in der Ukraine und die, die gezwungen sind, ihr Land zu verlassen, zu unterstützen. Alle Kunstwerke in der Auktion wurden von den Künstler*innen gespendet. Die Initiative Kasseler Atelierrundgang bedankt sich für diesen Support.

Wie funktioniert die Auktion?

Die Auktionen begann am 15.03.2022. Jede Runde starten um 11 Uhr und läuft 48h lang. Gebote können einfach mit der Kommentarfunktion unter den Beiträgen auf Instagram abgegeben werden. Alle weiteren Informationen auf der Instagram Seite der Initiative Kasseler Atelierrundgang: instagram.com/kasseler_atelierrundgang

Mein Beitrag zu der Aktion. Startgebot war 100 Euro. Verkauft wurde die Arbeit für 222 Euro.



Akrostichon for peace (März)

Ein Akrostichon (von altgriechisch ἄκρος ákros, ‚Spitze‘, und στίχος stíchos ‚Vers‘, ‚Zeile‘) ist ein Gedicht (meist in Versform), bei dem die Anfänge von Wort- oder Versfolgen (Buchstaben bei Wortfolgen oder Wörter bei Versfolgen, auch Anfangssilben) hintereinander gelesen einen eigenen Sinn, beispielsweise einen Namen oder einen Satz, ergeben. (Wikipedia)

Walter Pobaschnig ist der Kopf hinter "Literatur outdoors", einer Seite über Literaturprojekte, Theater, Film, Fotografie, Buchbesprechungen und Kunst. Ab März 2022 hat er Künstler:innen eingeladen, ein Akrostichon zu "GIVE PEACE A CHANCE" zu verfassen.

Obwohl ich kein Dichter bin, war ich eingeladen und hab mein erstes Akrostichon geschrieben.

Grenzen töten

Inseln trennen

Völker eint

Euch jetzt!





Planetenweite

Einigkeit!

Alles Leben:

Citizen der

Einen Erde


Alle!


Chöre singen

Helden gingen

Alles Leben

Natur gegeben:

Citizen der

Einen Erde



kritik der tiere (April bis Mai)

Ende Mai hab ich eine "Online-Fortbildung" in Sachen Lyrik gemacht bei der Schule für Dichtung in Wien.

Thema: "kritik der tiere: als beschwerdestelle in sachen nervende viecher. der berüchtigte hahn um 4 uhr 30! offene onlineklasse mit autor & literaturwissenschaftler martin fritz"

Rechts eine Textprobe von mir :-)

Immer wenn es hell wird und ich mich aus dem Schlafbaum löse und den großen Gesang hinter mir lasse, fliege ich zu der Birke vor deinem Steinbaum ohne Äste. Du lebst in dem Baumloch ohne Rundung. Ganz oben, obwohl du keine Flügel hast. Ich kenne dein schnabelloses Gesicht. Ich warte. Ich warte bis du aus der Höhlung kommst und auf dem flachen Ast erscheinst. Du krallst dich nicht fest und fällst doch nicht. Deine Augen stehen so eng, ob du mich sehen kannst?

Dann hebst du deinen Krallenflügel - er hat keine Federn - und wirfst drei goldene Nüsse ins Gras.

Ich stürze hinterher, will sie fangen in ihrer Bahn. Es gelingt nicht. Doch ich finde sie schnell. Denn sie schauen mich an aus dem feuchten Grün. Zwei kann ich tragen. Das ist nicht leicht. Ich fliege sie ins Versteck, hoch oben in einen anderen Steinbaum. Dorthin wo die Schnabellosen nie erscheinen. Dann kehre ich zurück, hämmere die letzte Nuss auf und esse die Kerne.

Morgen sehen wir uns wieder.




Mittlerer Sinn (Mai bis Juli)

Jörn Peter Budesheim

Mittlerer Sinn

Handzeichnungen


25. Mai bis 24. Juli 2022


KuBa – Kulturzentrum am EuroBahnhof

Europaallee 25

66113 Saarbrücken


www.kuba-sb.de



"Zeichnungen als Arbeitsfelder künstlerischer Denkmodelle, als Areale der Entwicklung hypothetischer Narration, das Blatt Papier als Versuchsgelände motivischer und inhaltlicher Überlagerungen.

Der Künstler Jörn Peter Budesheim arbeitet in den letzten Jahren vorrangig im Medium der Zeichnung, die er auf das klassische DIN A4-Format begrenzt. Trotz des kleinen Formats entfaltet der Künstler in seinen Zeichnungen einen überbordenden Weltreichtum, in dessen Zentrum er den Menschen mit seinen lebensweltlichen Erfahrungsbedingungen und träumerischen Erlebnisvorstellungen rückt.

Die in thematischen Blöcken entstehenden Arbeiten, folgen keiner äußeren Realitätslogik, sondern sind vielmehr motiviert von fragmentierten Assoziationsprozessen alltäglicher Beobachtungen und deren poetischer oder abgründiger Aufladung. Eigentümlich ortlose Motive schwimmen im Bildfeld, werden durch handschriftlich eingetragene Begriffe vermeintlich bestimmt und zugleich wieder infrage gestellt. Die menschliche Figur erscheint in Gruppen, als Torso oder Büste sowie in porträtanalogen Situationen, oftmals in surreal anmutenden Kontexten, die die Sinnhaftigkeit des Bildgedankens in einer labilen Schwebe halten. Widersprüchlich, rätselhaft und in ihrer Uneindeutigkeit faszinierend entziehen sich die Zeichnungen von Jörn Peter Budesheim einer eindeutigen Bestimmung.

Dabei verschiebt der Künstler die ephemeren Koordinaten seines Mediums immer wieder neu. Zeichnungen in altmeisterlicher Manier stehen neben malerisch erscheinenden Kompositionen, nahezu dokumentarische Naturbeobachtungen treffen auf flüchtig skizzierte Situationsbeschreibungen. Die Zeichnungen von Jörn Peter Budesheim tragen einen feinen Humor, mit absonderlich aufblitzenden Skurrilitäten und, wie es der Künstler selbst beschreibt: „Die Idee der Poesie und der Schönheit sind ihr heimliches Gravitationszentrum.“

Jörn Peter Budesheim, 1960 in Marburg geboren und im Saarland aufgewachsen, absolvierte von 1982 bis 1986 ein Studium der Freien Kunst an der Kunsthochschule Kassel. Budesheim, der 1987 mit dem Kulturpreis der Stadt Kassel ausgezeichnet wurde, ist mit seinen Arbeiten im internationalen Ausstellungsgeschehen präsent und engagiert sich als Mitglied im Vorstand des documenta forums Kassel sowie in der Kasseler Produzentengalerie Kunstbalkon. Das KuBa widmet dem Künstler, der bereits in den 1970er und 1980er Jahren in Saarbrücken ausgestellt hat und der später auch in regionalen Gruppenausstellungen vertreten war, die erste institutionelle Einzelausstellung im Saarland."

(Andreas Bayer)



bildergegendenkrieg (Mai bis Juni)

AUSSTELLUNG: 21.05. - 15.06.2022

VERNISSAGE: SAMSTAG, 21. MAI, 15.00 - 17.00 UHR

KÜNSTLER SPENDEN KUNST FÜR GEFLÜCHTETE AUS DER UKRAINE

JEDES KUNSTWERK 100 EURO - JEDES KUNSTWERK 100 % SPENDE


www.instagram.com/bildergegendenkrieg
www.salietabacchi-sb.de
www.facebook.com/salietabacchisb


Öffnungszeiten:
montags und mittwochs 16.00 - 18.00 Uhr
und nach Vereinbarung

Galerie [SALI E TABACCHI]
Feldmannstraße 144166719 Saarbrücken


Oben ist meine Spende zu sehen. Weitere Arbeiten sind von:

Julia Baur I Ruth Beiion I Annette Bolz I Brandstifter I Jörn Budesheim I Luc Demissy | Kurt Emser I Michael Erhardt I Stephan Flommersfeld I lsa Gawron | Volker Schmidt-Gliaugir I Karin Haase I Christine Hach I Klaus Harth I Patrick Hartz | Monika Hau I Albert Herbig I Cordue von Heymann I Leslie Huppert I Petra Jung | Anna Kiefer I Kai G. Klein I Wilhelm Kronfeld I Beate Leibinger I Annette Marx | Meret Preiß I Catrin Raber I Jürgen Rinck I Armin Rohr I Annelie Scherschel | Volker Schütz I Sylvia Sehnert I Martin Steinert I Ralf Thorn



erste hilfe : first aid (Juni bis September)

Eine Ausstellung im Rahmen der documenta 15

Im Rahmen der documenta fifteen hat das Team des Hugenottenhauses mit erste hilfe – first aid ein Ausstellungsprojekt entwickelt, das von Vernetzung und Zusammenarbeit, Vertrauen in die Kunst und ihrer Wirkmächtigkeit geprägt sein wird.

Begleitungen durch die Ausstellung ermöglichen Kommunikation, Austausch von Wahrnehmung und überraschende Einblicke. Besucherangebote lassen Menschen, aller Altersgruppen zu Mitwirkenden werden.

Ein wesentlicher Schwerpunkt ist neben dem Zeigen von besonderen Kunstpositionen und dem Heranführen und Vertiefen von Kunstwahrnehmung, die kulturelle Teilhabe und Vernetzung in den Stadtraum und darüber hinaus.

Mit dem Ausstellungsprojekt erste hilfe – first aid wird das Spektrum ausgelotet, wie sich Künstler:innen den vielfältigen Formen von Not zuwenden und darauf frei mit künstlerischen Mitteln antworten. Was kann Kunst leisten?

Wieder stehen 21 Zimmer des Hugenottenhaus' zur Verfügung. Folgende Künstler*innen haben ihre Teilnahme bereits bestätigt:

Peter Josef Abels, Joey Arand, Autohaus Autohaus, Jörn Budesheim, Alice Creischer, Maria Anna Dewes und Myriam Thyes, Bert Didillon, EVA & ADELE, Janosch Feiertag und Sarah Metz, Ingrid Flohry und Marco Glashagen, Lutz Freyer, Silvia Freyer, Helen Grogan, Armin Hartenstein, Pascal Heußner, Thomas Huber, Claudia van Koolwijk, Julia Kröpelin, Ubbo Kügler, Henrik Langsdorf, Simone Letto, Oliver Leuer, Maik und Dirk Löbbert, Stefan Lux, Hanno Millesi, Christian Phillipp Müller, Michael Part, Norbert Radermacher, Susanne Radscheit, Carola Ruf, Judith Samen, Claudia Schmacke, Gregor Schneider, Thomas Schütte, Stephan von Borstel, Nele Waldert, Ricky Weber, Yidahn, Masha Vyshedska

Vorbereitungen für die Ausstellung im #Hugenottenhaus, mit Unterstützung von Kirsten Uchman, die nicht mit auf dem Bild ist, weil sie es fotografiert hat. Im Hintergrund die großartige Installation von Ricky Weber und links meine Arbeiten im Aufbau.



Mut & Hoffnung (von mir abgesagt)

Movingschool hat Anfang des Jahres Kunststudenten und internationale Künstler eingeladen, Bilder für ein Postkartenformat zu entwerfen. Eine Karte über Mut und eine über Hoffnung. Während der documenta fünfzehn in Kassel sollen die Originale ausgestellt und die Karten verkauft und weltweit verschickt werden. Ein Text- und Fotobuch ist auch in Planung. Movingschool will nach eigener Angabe "den Menschen in dieser schwierigen Zeit Mut machen!"

Ich hatte für das Projekt diese beiden Arbeiten konzipiert. Die Daten für den Druck der Postkarten waren bereits verschickt, der Ausstellung stand eigentlich nichts mehr im Wege.

Am 11. Mai veröffentlichte Movingschool auf einer seiner Facebook-Seiten ein kurzes Video. Zu sehen ist eine knapp bekleidete junge Frau, die vor dem Fridericianum zwischen den schwarzen, von Dan Perjovschi bemalten Säulen eine Art Poledance aufführt. Titel des Videos: "Kind of Moving Art documenta fifteen and Germany Next Top Model Lijana. Columns: Dan Perjovschi" (HIER)

Ich halte das für ein sexistisches, voyeuristisches Video. Völlig unangemessen im Zusammenhang eines solchen Projektes und natürlich nicht nur da. Der Slogan von Movingschool lautet "von der Zukunft lernen" - darunter stelle ich mir etwas anders vor als solche Bilder.

Verschiedene Versuche von mir und einem anderen Künstler des Projektes "Mut & Hoffnung" den Initiator des Projekts Ludwig Möller dazu zu bewegen, das Video zu entfernen oder zumindest angemessen zu kommentieren, blieben leider erfolglos.

Also hab ich mich entschieden, meine Beteiligung an dem Projekt wieder zurückzuziehen.




"Keine große Sache" (September/Oktober)

Vom Freitag, 30.09.22 bis Sonntag 02.10.22 15h-20h

Hostel Blauer Stern (Hinterhaus)
Lindenauer Markt 20, 04177 Leipzig

http://lindenow.org/
instagram: lindenow_leipzig

Teilnehmer*innen

1010, Friedrich Angst, Maren Armini, Michael Baltzer, Christina Baumann, Katharina Baumgärtner, Patxi Bergé, Eiko Borcherding, Julia Boswank, Florian Breetzke, Susann Brenner, Mona Broschar, Jörn Budesheim, Maike Denker, Robert Deutsch, Doppeldenk, Nicolás Dupont, Alexander Endrullat, Nikolaus Fasslrinner, Saeed Foroghi, Nils Franke, Tony Franz, Lars Freckmann, Wilhelm Frederking, Manuel Frolik, Julian Gorten, Moritz Green, Julia Gruner, Juha Hansen, Hanna Hase, Simon Hehemann, Mara Heuer, Hitnes, Frenzy Höhne, Daniel Hoffmann, Bjoern Holzweg, Ricarda Hoop, Elisabeth Howey, Theo Huber, Nari Jo, Thomas Judisch, Anna Kaczmarczyk, Andrey Klassen, Claudia Kleiner, Wojtek Klimek, Lars Kohl, Elli Kuruş, Nadja Kurz, Elmar Lause, Moritz Liebig, Georg Lisek, Caroline Löbbert, Gosia Machon, Sebastian Magnus, Elisa Manig, Simon Mann, Christian Manss, Philipp Mechsner, Frank Moll, Adrian Mudder, Alexandra Müller, Narezo/Damm, Lucas Oertel, Karla Orlando, Lisa Pahlke, Gudrun Petersdorf, Henrike Pilz, Sebastian Pless, Julian Plodek, Jan Pötter, Dragan Prgomelja, Clemens Reinecke, Christoph Roßner, Johanna Rüggen, Mara Sandrock, Johan Schäfer, Kai Schäfer, Marten Schech, Luis Schenk, Florian Schmidt, Katharina Schnitzler, Anton Schön, Petra Schoenewald, Matti Schulz, Winnie Seifert, Oliver Stäudlin, Benjamin Stölzel, Straefling, Frank Tangermann, Soenke Thaden, Daniel Theiler, Clemens Tremmel, Kirsten Uchman, Sophie Uchman, Hannes Uhlenhaut, Ruth Unger, Lydia Wahrig, Marcel Walldorf, Louise Walleneit, Heiko Zahlmann

Fotos: Bilder: Thomas Judisch, Frenzy Hoehne



„Naturkunde“ (10. bis 27. November 2022)

Sechs Kasseler KünstlerInnen zeichnen ein Jahr in der Natur

Unter der Überschrift „Naturkunde“ zeigen die sechs Kasseler KünstlerInnen Jörn Budesheim, Michael Evers, Maja Oschmann, Ingrid Siebrecht-Lehmann, Kirsten Uchman und Gerhild Werner in der Produzentengalerie kunstbalkon Zeichnung und Malerei.

Die Arbeiten sind das Ergebnis eines gemeinsamen Projekts. Die Gruppe traf sich ein Jahr lang regelmäßig zum Zeichnen an verschiedenen Orten in Kassel. Unter anderem im Naturkundemuseum, wo auch die Idee für den Ausstellungstitel geboren wurde, sowie im Gewächshaus Wilhelmshöhe, im botanischen Garten und einigen Kleingärten. Die entstandenen Arbeiten bewegen sich zwischen Realismus und Abstraktion. Sie verstehen sich als sinnenfrohe Einladungen zum Nachdenken über die Natur.

10. bis 27. November 2022
kunstbalkon, Frankfurter Straße 62
Eröffnung: Donnerstag, 10. November 2022 um 19 Uhr
Öffnungszeiten: Do./Fr./Sa./So. jeweils 17 bis 19 Uhr

Für das Projekt gibt es eine eigene Seite, die regelmäßig erweitert werden soll: https://sites.google.com/view/natur-kunst