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Kommentare

Auf meine Frage an den Landesjägermeister des Saarlandes, Herr Daniel Hoffmann, wie die Jägerschaft denn zu der Landschaftsvernichtung durch einige wenige Profiteure steht:


Sehr geehrter Herr Weirich,
Bernhard Strohm hat mir Ihre Email weitergeleitet und ich kann Sie nur unterstützen! Es ist eine Subventionsmaschinerie in Gang gesetzt, die nun eine Goldgräberstimmung heraufbeschworen hat, so dass von dem ursprünglichen Ziel einer ökologischen Energieerzeugung ohne jede Rücksicht Abstand genommen wird.
Windkraft kann durchaus einen Teil unseres Energiebedarfs decken, aber dafür jegliche Grundsätze zum Erhalt unserer Kulturlandschaft und der Biodiversität dem Erdboden gleich zu machen, findet die Ablehnung der VJS.
Die wahren Lobbyisten des 21. Jahrhunderts sind nicht mehr die Öl-, Kohle- oder Atommultis sondern die Mahner des schlechten Gewissens mit ihrem pseudoökologischen Wunschdenken, deren tatsächliches Ziel aber nur darin besteht, Einfluss und Gewinn (auf Kosten der Bürger) zu maximieren.
Als Anlage übersende ich Ihnen das Positionspapier des Deutschen Jagdschutzverbandes, das die VJS ebenfalls mit trägt.
Beste Grüße,
Daniel Hoffmann,Landesjägermeister

Anmerkung der Redaktion: Positionspapier ist unter Downloads eingestellt.

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Auf meine Frage an eine gute Bekannte aus Schleswig-Holstein wegen eines touristischen Gutachtens bezüglich der WKA bekam ich folgende Antwort:

Lieber Herr Weirich

Leider gibt es so was bei uns nicht, denn Erhebungen zu dem Problem Windkraft-Tourismus werden bei uns im Norden peinlichst vermieden. Nur in Leserbriefen dürfen Touristen und Gäste des Landes hin und wieder zu Wort kommen.

Dass der Tourismus in den letzten 10 Jahren kontinuierlich zurückgeht, besonders in den WK- und Biomasse-verseuchten Gegenden steht außer Frage. Ab und zu hört man das verschämt von Vermietern und Gastronomen. Dies passt aber nicht in das ideologische Konzept der Schleswig- Holsteinischen Politik.

Wir haben Bekannte an der Westküste und dem dortigen Hinterland, die selber vermieteten, jetzt aber wegen der massenhaften Bebauung von WKA aufgeben mussten.

Starke Rückgänge haben alle zu beklagen. Diejenigen, die weitermachen, möchten es nicht gern laut sagen, um mögliche Gäste nicht noch zusätzlich abzuschrecken.....


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C'est l'Allemagne, das ist Deutschland: ein Irrgarten voller Windräder! Riesenhafte Stahltürme mit Propeller, die sich in den Himmel bohren, die die Eigenart ganzer Regionen verfremden – durch ihre jeden natürlichen Maßstab sprengenden Dimensionen.

Die gigantischen Rotoren überragen Natur und Landschaft, überformen Häuser und Kirchen, verwandeln Land und Erholungsräume in stereotype Industriezonen. Sie verbreiten eine erhebliche optische Unruhe, sie nehmen der Landschaft die ihr innewohnende Ruhe. Landschaft und Natur als Ort der Erholung und Sinnsuche sind verloren.

Dass Lichtreflexe und rotierende Bewegung der Windräder das Landschaftsbild nur zerrissen wahrnehmen lassen, zeigte unser Osterspaziergang – mit Blick auf einen wenige Wochen alten Wind„park“. Vor uns die sich durch ein weites Tal und sattes Grün schlängelnde Aller, ein breiter geruhsamer Fluss, dahinter schlagende Rotoren, die sich im Gegenlicht wie sich verhakelnde schwarze Spinnen ausnahmen!

Ein Anblick, der schreckte, der Grauen erregte und tief deprimierte. Ein Anblick, der das sonnige Osterwetter verdunkelte. Ein Anblick, der alle Hoffnung auf die viel versprochene „Bewahrung der Schöpfung“ zunichte macht/e. Ein Anblick mit erschreckendem Ausblick auf das, was noch kommen wird: Das grüne, reizvolle Allertal wird mit hohen staatlichen Fördermitteln zu einer grauen „Plus-Energie-Region“ gemacht, es wird dem Zeit„geist“ geopfert. Wie das ganze Land. C'est l'Allemagne.

Jochen Schmidt
Winsen (Aller)

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Neuestes Schreiben von Wendelin Schmitt, NABU:


Westlich des Bostalsees sind nach den neuesten Karten
größere Konzentrationsflächen für Windenergie vorgesehen. Die
Flächennutzungsplanung ist jedoch noch eine sehr grobe Planungsstufe. Im Rahmen
von Bebauungsplänen können Teile der Konzentrationsflächen ggf. wieder
entfallen, da dort wesentlich intensiver untersucht werden muss. Auf die Planung
haben wir als Naturschutzverband keinen Einfluss, da wir nicht beteiligt wurden
und gemäß BauGB bzw. BNatSchG auch nicht (mehr) beteiligt werden müssen. Die
Horstschutzradien windkraftrelevanter Vogelarten wurden offensichtlich
berücksichtigt, wenn auch nicht in unbedingt in der aktuellen Fassung der
Empfehlungen der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten (Erhöhung des
Schutzabstandes zu Rotmilanhorsten von 1.000 auf 1.500 Meter). Ich habe meine
Ansprechpartner in der Gemeinde Nohfelden gebeten, mich über die weiteren
Planungen auf dem Laufenden zu halten.

Sofern im näheren Umfeld der kartierten Zonen keine windenergierelavanten
Vogelarten brüten oder essentielle Nahrungsräume vorliegen (insbesondere
Rotmilan), gibt es kaum rechtlich wirkungsvolle Argumente gegen eine Errichtung
der Anlagen, auch wenn Waldstandorte bisweilen erhebliche Konfliktpotenziale im
Hinblick auf die Fledermausfauna oder auch im Hinblick auf die Wildkatze
erwarten lassen.

Freundliche Grüße

Wendelin Schmitt
Geschäftsstellenleiter

Naturschutzbund Deutschland (NABU)
Landesverband Saarland e. V.
Landesgeschäftsstelle
Antoniusstraße 18
66822 Lebach (OT Niedersaubach)
Tel.: +49.(0)6881.93619-14
Fax: +49.(0)6881.93619-11
E-Mail: Wendelin.Schmitt@NABU-Saar.de
Internet: http://www.NABU-Saar.de


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Antwortschreiben des NABU Saarland, Geschäftsstellenleiter Wendelin Schmitt, zur Problematik Windpark Bostalsee:


"Die anerkannten Naturschutzverbände müssen im Rahmen der Flächennutzungsplanänderung in Bezug auf Windenergievorhaben nicht gehört werden. Das war im Fall der Gemeinde Nohfelden so. Andere Gemeinden beteiligen uns dagegen freiwillig und stellen uns die Planungsunterlagen zur Verfügung. Darüber hinaus ist den Genehmigungsbehörden seit einigen Jahren bekannt, dass der NABU sich aus Gründen des Rotmilanschutzes für einen Tabu-Raum Nordostsaarland ausgesprochen hat. Die Gemeinde Nohfelden ist darin bis auf einen nordwestlichen Zipfel fast vollständig enthalten.
Zur Zeit laufen sehr viele Windenergieplanungen im Landkreis St. Wendel, teilweise in den von den Gemeinden vorgesehenen Konzentrationszonen, teilweise auch außerhalb davon.
Ich kann mich gerne mal bei unseren befreundeten Vereinen in der Gemeinde Nohfelden umhören. Letztlich werden derartige Anlagenstandorte aber politisch entschieden. In Bezug auf das nähere Umfeld des Bostalsees sprechen auch Restriktionen der Erholungsfunktion gegen die nahe Ansiedlung eines Windparks."


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Gesundheitsgefahren durch Schalleinwirkungen von Windenergieanlagen


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Quelle: http://www.pronaturraum.de/2012/11/26/gesundheitsgefahren-durch-schalleinwirkungen-von-windenergieanlagen/

 

Dr. med. Bernhard Voigt, Facharzt für Arbeitsmedizin

76571 Gaggenau – Freiolsheim, In der Bühne 7

Zur sozialen Verantwortung des Staates gehört der Schutz vor Gefahren für die Gesundheit. Der Schutz der körperlichen Unversehrtheit, d. h. der Gesundheit, ist ein in der Verfassung festgeschriebenes Grundrecht aller Bürger. Demzufolge hat die Bewahrung der Gesundheit oberste gesetzliche Priorität gegenüber anderen Gesetzen, Erlassen oder Verwaltungsvorschriften, z. B. zur Errichtung von Windenergieanlagen (WEA). Um dem Schutz gegenüber Schalleinwirkungen von Industrieanlagen gerecht zu werden, gibt es die Verwaltungsvorschrift TA Lärm (Technische Anleitung Lärm) in der Obergrenzen für Schallpegelwerte festgeschrieben sind.

Durch die Errichtung von WEA sind neue Anforderungen an den Schallschutz entstanden, da die Schallemissionen von WEA komplexer Natur sind. WEA erzeugen im Betrieb einen, je nach Windverhältnissen, stark schwankenden impulshaltigen Lärm, wobei die Impulse in unregelmäßigen Abständen durch Interferenzen überlagert werden können. Zur Charakteristik des Lärms von Windkrafträdern gehört es insbesondere, dass Schall im tieffrequenten Bereich, d. h. weniger als 100 Hz und Infraschall im Frequenzbereich weniger als 20 Hz, erzeugt wird.

Dieser besonderen Qualität des von WEA emittierten Schalls wird die Beurteilung nach der TA Lärm nicht gerecht, da der Stör- und Schädigungsgehalt des Lärms durch diese Verwaltungsvorschrift nicht ausreichend berücksichtigt wird. Das wurde mittlerweile höchst-richterlich bestätigt.

Wie lässt sich das erklären? Bei einem Genehmigungsverfahren nach der TA Lärm wird nach den Angaben des Herstellers, vor dem Bau, am Schreibtisch, eine Schallprognose erstellt, was zu einem feststehenden Prognosewert führt, z. B. 35 dB(A). Der fällt in der Regel zu günstig aus, da Herstellerangaben verwendet werden. Reale Messungen im Wohnbereich sind nicht vorgesehen. Verwendet wird der sogenannte Beurteilungspegel der ein Mittelungspegel ist, indem laute und leise Betriebszeiten zu einem Lärmmittelwert zusammengeführt werden. Das ist zwar für die Genehmigungspraxis ein praktikables Vorgehen, aber die Störung durch einen lauten Pegel wird damit nicht aufgehoben. Bei jeder Drehung der Rotatoren entsteht zusätzlich ein impulshaltiger Spitzenpegel. Dieser wird rechnerisch durch einen Zuschlag von 3 dB(A) zur Lärmprognose berücksichtigt. Damit ist aber die Störung durch den Impulsschall nicht kompensiert. Es verwundert nicht, dass die tatsächlichen Lärmimmissionen (Schall in der Siedlung) bis zum Vierfachen höher sein können als nach der Schallprognose zu erwarten war (aus – Windkraft: eine Alternative, die keine ist – Herausgeber O. Wolfrum).

Das führt zu einer permanenten Schallbelastung, deren gesundheitliche Folgen sich jeder selbst vorstellen kann. Lärm wirkt schädigt auf den ganzen Organismus. Zu den gesundheitlichen Auswirkungen gehören Schlafstörungen, Leistungseinbußen, Konzentrationsmangel, Reizbarkeit sowie Funktionsstörungen am Herzen, Bluthochdruck, Magen-Darmstörungen u.a.

Es hat sich gezeigt, dass Menschen, die in der Nähe von WEA wohnen, die nach der TA Lärm genehmigt wurden, dennoch über gravierende Gesundheitsbeschwerden klagen und diese den Schalleinwirkungen der Anlagen zuschreiben.

Hierzu ein Beispiel für den Störgehalt von gemitteltem Lärm: Angenommen in einem sonst ruhigen Ort würde viertelstündlich ein lauter Lastwagen unter ihrem Schlafzimmerfenster vorbeifahren, so wäre der Schlaf gestört, der über eine Nacht gemittelte Schallpegel würde nur unwesentlich ansteigen.

Jetzt ein Beispiel zum Störgehalt von Impulslärm: Stellen Sie sich vor, nachts in Ihrem Schlafzimmer würde ein Windstoß regelmäßig einen Fensterflügel gegen den Rahmen knallen lassen. Vermutlich würden sie kein Auge zutun. Hätte man den Impulsschall in dieser Nacht nach der TA Lärm gemessen, erhielt man einen so niedrigen Lärmpegel, aus dem man schließen würde, dass nicht die Nachtruhe ungestört sei.

Es bleibt festzuhalten, dass die TA Lärm den die Gesundheit beeinträchtigenden Störgehalt des Lärms ungenügend berücksichtigt, und dass damit das Genehmigungsverfahren sich auf eine z. T. realitätsferne Lärmprognose stützt.

WEA erzeugen einen tieffrequenten Schall, der, soweit er unterhalb von 20 Hz schwingt, als Infraschall bezeichnet wird. Nachfolgend wird nur der Infraschall besprochen. Zu den besonderen Qualitäten dieses Schalls gehört es, dass er sehr weit trägt und ohne wesentliche Dämpfung Mauern, Fenster und Türen, durchdringt. Durch Resonanzen, stehende Wellen und Interferenzen treten die Hauptbelastungen der Gesundheit im Inneren von Gebäuden auf. Durch Messungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe konnte ermittelt werden, dass der Infraschall von sehr großen WEA, wie bei uns geplant, sich noch in 10 km Entfernung nachweisen ließ und die Bundesanstalt empfahl sogar, bestimmte empfindliche Messgeräte erst in einem Abstand von 25 km von Windenergieanlagen aufzustellen. Sollte etwa der Mensch oder die die z.T. äußerst feinfühligen Tiere weniger schützenswert sein, so dass man ihnen wesentlich kürzere Abstände zumuten kann ? Die gegenwärtig in Deutschland vorgesehen Mindestabstände von 500 – 1000m zur Bebauung schützen vor den Wirkungen von Infraschall nicht.

Infraschall wird auch über den Boden fortgeleitet. Er kann zu einer Schädigung von Mauerwerk führen, ja sogar dicke Mauern zum Einsturz bringen. Entsprechende Schäden gibt es bereits im Zusammenhang mit WEA.

Infraschall ist für das menschliche Ohr nicht hörbar, jedoch über Haut- und andere Rezeptoren fühlbar. Weil er von tieffrequentem Schall begleitet wird, wird er als nervendes Brummen wahrgenommen.

Da er unhörbar ist, nimmt man in Deutschland irrigerweise an, dass er gesundheitlich unbedenklich sei. Im englischen Sprachraum existieren mittlerweile wissenschaftliche Untersuchungen, die belegen, dass Infraschall ernsthafte Gesundheitsbeeinträchtigungen bewirkt, und zwar unabhängig von der Hörbarkeit.

Warum ist dem so? Der hörbare Schall wird über das Gehör aufgenommen, der Infraschall wirkt direkt auf das Gehirn ein. Deshalb ist er anders zu beurteilen als der hörbare Schall, dessen Wirkung von der Lautheit abhängt.

Das menschliche Gehirn arbeitet in einem Frequenzbereich, der deckungsgleich ist mit jenem des Infraschalls. Die im Hirnstrombild (EEG) erfassbaren Gehirnwellen liegen im Mittel bei 15 Hz bei einer Spannweite von 4 Hz (Tiefschlaf) bis 30 Hz, je nach Aktivitätszustand. Die elastische Masse des Gehirns wird durch den Infraschall in Schwingungen versetzt und zur Resonanz angeregt .

Es ist die Annahme berechtigt, dass das Eindringen des Infraschalls in die Gehirnzellen zu einer störenden Beeinflussung der Zellfunktionen führt, gerade in jenem Frequenzbereich, in dem die Zellen arbeiten. Eine höhere Hirnfrequenz wird durch Infraschall gedämpft, was tagsüber Benommenheit erzeugt, und eine niedrige Frequenz nachts angeregt und damit Schlafstörungen hervorgerufen. Das ist ein insgesamt unphysiologischer Vorgang, der leicht nachvollziehbar zu Änderungen der Hirnleistung und der Funktionsfähigkeit des Gehirns führt .

Zusätzlich sind auch Schäden an jenen Körperorganen bekannt geworden, die durch Infraschall zur Resonanz angeregt werden können, wie z.B. das Herz (Symposion zum Infraschall in Lyon, 2007).

Infraschall wird mit einer breiten Palette von Erscheinungen in Zusammenhang gebracht: Beeinträchtigungen des Bewusstseins, Benommenheit, Konzentrationsschwäche, Ermüdung, Kopfschmerz, Lethargie, Depressionen, Epilepsie, Minderung der Leistungsfähigkeit, Gleichgewichtsstörungen, Blutdruckbeeinflussung, Magendruck, Durchblutungsstörungen des Herzens, Herzrhythmusstörungen, Appetitlosigkeit, Reizbarkeit, Schlafstörungen u.v.a. (nach Bauerdorff, Umweltbundesamt).

Eine Kommission am Robert Koch Institut (RKI), einem zentralen Institut der Bundesregierung für die Gesundheit, sah folgende Wirkungen durch Infraschall bestätigt: Minderung der Konzentration, Beeinträchtigung der Leistung, Benommenheit und Schwindelgefühl. Die Kommission kam zu der Einschätzung, dass Belästigungen durch Infraschall eine ernst zu nehmende Beeinträchtigung der Gesundheit darstellen (Bundesgesundheitsblatt 12/2007) und weiter erforscht werden sollen, was leider in Deutschland nicht geschehen ist. Außerdem bestätigte das RKI, dass die Hörbarkeit für Infra- und tieffrequenten Schall bei Menschen stark variiert und es Personen gibt, die den für Viele unhörbaren Schall noch wahrnehmen. Letztere erwerben häufiger einen daraus resultierenden Gesundheitsschaden.

In zahlreichen medizinischen Artikeln wurden weltweit die durch Infraschall erworbene Krankheit als vibroakustische oder Windturbinenkrankheit ( WTK) beschrieben.

In Europa sind bereits eine unbekannt große Zahl von Bürgern, viele Tausende, an dem Windturbinensyndrom erkrankt.

Hierzu ein Beispiel (Alves –Pereira, Universität Lissabon, 2007 in Lyon vorgetragen):

Bei einem Bauernhaus in Portugal wurden im November 2006 in 300-700m Entfernung 4 WEA mit jeweils 2MW, errichtet. Im März 2007 erkrankten alle Familienmitglieder ja sogar die Pferde, an verschiedenen Symptomen der WTK. Der Ehemann zeigte folgende Symptome- Gedächnisverlust, Reizbarkeit, Intoleranz gegen Geräusche, Schlaflosigkeit, Körper- schmerzen, Verdickung der Herzwand, Reduzierung des Atemvolumens; die Ehefrau wies ähnliche Symptome auf , jedoch waren Herz und Lungen gesund; der 12 jährige Sohn entwickelte ernsthafte Probleme beim Lernen und in der Schule, eine unnormale Müdigkeit wurde beobachtet; Die Pferde zeigten ein abnormales Verhalten, sie legten sich tagsüber hin zum Schlafen.

Infraschall ist geeignet, die Funktion des menschlichen Gehirns und anderer Körperorgane zu schädigen, und kann dadurch zu gesundheitlichen Schäden wie die WTK, führen. Zahlreiche Beispiele hierfür sind europaweit bekannt geworden.

Bekanntlich hängen Aussagen zum Pro und Kontra von Gesundheitseinwirkungen von der jeweiligen Interessenlage ab. Es wundert in diesem Zusammenhang nicht, dass der Bundesverband Windenergie den von Windkraftanlagen erzeugten Infraschall als „völlig harmlos" beurteilt.

Den Landesbehörden nahestehende Institutionen wie das Bayerische Landesamt für Umweltschutz, Landesgesundheitsämter oder Landesumweltuntersuchungsämter kommen zu einer eher verharmlosenden Einschätzung des Schädigungspotenzials. Sie ziehen sich auf die althergebrachte Beurteilung des Infraschalls nach den Kriterien der Hörschallbewertung zurück und berücksichtigen neuere Ansätze, wie die Resonanzwirkung des Infraschalls, nicht. Deshalb wird der Infraschall dann nicht als schädigend eingestuft, wenn er unterhalb der Hörschwelle der Menschen liegt. Die Hörschwelle für den un – hörbaren Infraschall ist nach der A-Bewertung des Schalls ( A-Kurve entspricht dem subjektiven Lautheitsempfinden des menschlichen Ohres) naturgemäß sehr hoch und beträgt für 3 Hz z. B. 120 dB(A).

Die Wirkung des hörbaren Lärms ist an die Lautheit gebunden, also muss man Schall zumindest hören können, damit eine Gesundheitswirkung erzielt werden kann. Wie aber dargelegt, geht es hier gar nicht um eine hörbare Wirkung, sondern um eine Schwingungsübertragung auf das menschliche Gehirn. Es besteht also ein anderer Wirkungscharakter und insofern kann nicht von dem einen auf das andere Ereignis geschlossen werden.

Beispiele: Die Strahlung bei einer Röntgenaufnahme ist nicht wahrnehmbar, ist die Röntgenstrahlung deswegen ungefährlich? Die HF-Strahlung eines Handys von ca. 1 Watt ist nicht wahrnehmbar, gelten sie deshalb als uneingeschränkt ungefährlich?

Vieles zu den Ursachen und Wirkungen von Infraschall auf die Gesundheit ist noch nicht bekannt und muss dringend erforscht werden. Das dürfte viele Jahre dauern. Sollen wir in der Zwischenzeit als Versuchskaninchen herhalten?

Es bleibt festzuhalten, weil in Deutschland die WTK noch nicht als selbstständige Krankheit anerkannt ist, wird durch die TA Lärm die Infraschallkomponente von WEA nicht berücksichtigt. Die vorgesehenen Mindestabstände zur Bebauung sind deutlich zu gering um die Gesundheit wirksam zu schützen.

Erfreulich, dass verschiedene hohe Gerichte das Gefahrenpotential durch WEA erkannt haben. Mittlerweile sind diese beiden Aussagen „Es ist hinreichend wahrscheinlich, dass Infraschall gesundheitliche Beeinträchtigungen erzeugt" und „Die TA Lärm ist als Beurteilungsgrundlage dann nicht ausreichend, wenn besondere Schallqualitäten hinzutreten, die sie nicht bewertet, wie Impulshaltigkeit und Infraschall", gerichtlich anerkannte Aussagen. Insofern ist die TA Lärm heute keine ausreichende und rechtswirksame Entscheidungsgrundlage für ein Genehmigungsverfahren (RdL 2008, 34 m, zitiert nach Prof. E. Quambusch, Jurist, Lit. beim Verf. einsehbar).

Das Bundesverwaltungsgericht hat die alleinige Rechtswirksamkeit der TA Lärm für Genehmigungsverfahren in dem Sinne aufgeweicht, dass das gesamte Schädigungspotenzial des immittierten Lärms bewertet werden muss. Dieser Ansicht haben sich mittlerweile eine Reihe von Oberlandesgerichten, z. B. OLG München, angeschlossen.

Was ist zu tun? Gegenwärtig sind keine technischen Möglichkeiten bekannt, um die Erzeugung von Infraschall an den Rotorblättern der Windräder zu verhindern oder zu dämmen. Es bleibt nur eine Maßnahme, den Abstand zwischen Windrad und Wohngebieten zu vergrößern. In den USA geht man von einem Mindestabstand von 1,5 Miles, entsprechend 2,5 km zur nächsten Besiedlung aus, in England sind es 3 km. Warum sollten in Deutschland dann andere Mindestabstände gelten? Eines ist jedoch klar, dass die bislang vorgesehenen Abstände von 500-1000 m deutlich zu gering sind, um Gesundheitsbeeinträchtigungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausschließen zu können.

Denn für wen soll das garantierte Recht für Gesundheit gelten? Nur für die Starken?

Doch wohl auch für die Empfindlichen, Vorgeschädigten, Alten, die Kinder , die Schwangeren und die Schwachen !

Ich möchte abschließend noch auf einen Punkt hinweisen: Gesundheit hat auch etwas mit Wohlbefinden zu tun. Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation beinhaltet Gesundheit seelisches Wohlbefinden. Genau dieses Wohlbefinden wird durch die Riesenhaftigkeit und Nähe der geplanten Anlagen gestört. Die Bürger reagieren auf solche Anlagen mit Angst, Beklemmung, Unbehagen und dem Gefühl der Hilflosigkeit. Heimat, zu Hause verbinden wir mit Entspannung, Frieden und Ruhe. Wie finden wir Frieden neben großindustriellen Anlagen?

Hinzu kommt, dass die Bürger sehr wohl verstanden haben, dass mit diesen Industrieanlagen im Wald eine massive Naturzerstörung und Beeinträchtigung einhergeht. Viele Arten von luftlebenden Tieren, wie Greifvögel, viele andere Vögel, Fledermäuse und wandernde Schmetterlinge werden beeinträchtigt, reduziert und getötet. Die Rote Liste der aussterbenden Arten ist ellenlang und wird immer länger. Durch den Zivilisationsdruck ist der Wald bei uns bis an die Grenze seiner Regenerationsfähigkeit beansprucht. Der jährliche Waldschadensbericht zeigt wie der Wald langsam stirbt. Wir haben nur noch sehr wenig Zeit um zu begreifen und danach zu handeln, dass wir mit der Natur aussterben werden.

In schwach windigen Gebieten, wie fast überall in Süddeutschland, weisen WEA eine negative Oköbilanz auf, produzieren nur geringe Energiemengen, stehen zu ca. 80% der Zeit still und arbeiten äußerst unökonomisch. Die Insolvenzen häufen sich.

Kann diese Negativbilanz der WEA die massiven Einschnitte in die Natur und die Beeinträchtigung von Gesundheit und Wohlbefinden der Bürger und die Zerstörung der Heimat rechtfertigen?

WEA gehören nicht in den Wald, und nicht in dichtbesiedelte Gebiete. Ist eine Energie noch als sauber und umweltfreundlich zu bezeichnen die ein derartiges Schädigungspotential in sich trägt ?

Überwiegend aus finanziellen Interessen wird die Verspargelung der Landschaft vorangetrieben. Es ist die Industrie, die an den Anlagen verdienen möchte, das sind die privaten Betreiber der Anlagen, die sich an den hochsubventionierten Einspeisevergütungen erfreuen, das sind die Gemeinden die von den äußerst hohen Pachteinnahmen profitieren möchten.

Und es ist die Politik, die wieder mal im Hauruckverfahren ohne ausreichende Planung die Energiewende durchpeitschen möchte.

Den Schaden an der Gesundheit, der Natur und die Kosten der Fehlplanung werden wir Bürger tragen. Wollen wir das wirklich hinnehmen? Nach allem was wissen über die WEA, wäre es kurzsichtig die Macher einfach gewähren zu lassen.

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Unabhängige, kritische Ornithologen!

ARBEITSKREIS GÖTTINGER ORNITHOLOGEN (AGO), März 2011

Aus: Amtliche Entwarnung nur eine deutsche Brutvogelart akut vom Klimawandel bedroht

(...)

Der Zustand unserer Normallandschaft ist beklagenswert. Das faktische Scheitern fast aller Arten- und Naturschutzprogramme für Brutvogelarten des Agrarlands, deren Lebensbedingungen sich gerade durch angeblich „klimafreundliche“ Formen der Energieerzeugung dramatisch verschlechtert haben, macht deutlich, wo die wirklichen und aktuellen Probleme unserer Vogelwelt liegen.

Eine sinnvolle Empfehlung wäre, dem Irrsinn aus Biogas, E 10-Sprit und monströsen Windparks zu Land und Wasser ein Ende zu bereiten und endlich die enormen Energie-Einsparpotentiale von bis zu 50 Prozent auszuschöpfen. Allein der überflüssige stand by-Modus elektronischer Geräte verschlingt die Kapazität zweier AKWs! Daran ist aber seltsamerweise kaum jemand interessiert, am wenigsten die Atomkonzerne Vattenfall & Co., die zunehmend auf „erneuerbare Energien“ setzen und sich auch auf diesem Feld kräftig vom Staat, d.h. vom Steuerzahler bezuschussen lassen. Das Schwadronieren über die bedrohlichen Folgen des Klimawandels für Mensch und Vogel liefert dazu, oftmals sicher unbeabsichtigt, die willkommene Begleitmusik. Hans-Heinrich Dörrie (hd)

(...)



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Fred Willems postete auf Facebook:

eine liebe Freundin aus dem Rheinland schrieb mir: 

„Ich habe den Bostalsee als hervorragendes Erholungsgebiet erleben dürfen, und beim letzten Besuch sah ich, wo das Feriendorf gebaut wird...wenn ich das nächste Mal komme, sehe ich wohl vom Seeufer aus dann zusätzlich noch Windkrafträder...ich glaube nicht, dass das so gut für das Erholungsgebiet ist 

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