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Regierung Clemenceau-Briand

Das Ministerium Clemenceau-Briand wurde im Jahre 1906 auf Grund der Übereinkunft zweier bürgerlicher Parteien, der Radikalen und der Radikalsozialisten, gebildet. Dieses Ministerium entsandte 25.000 Soldaten zur Unterdrückung des Kohlengräberstreiks, der dadurch hervorgerufen wurde, dass in den Schächten tausend Arbeiter zugrunde gingen, weil die Bergwerksbesitzer nicht die genügenden Sicherheitsvorrichtungen hatten treffen lassen. Dieses Ministerium unterdrückte auch mit Hilfe von Polizei und Militär die Demonstration am 1. Mai in Paris. Im Jahre 1907 wurden mit Hilfe einer ganzen Armee die Unruhen der Weinbauern in Südfrankreich unterdrückt. Im Jahre 1908 sandte dieselbe Regierung bewaffnete Gendarmen gegen die Erdarbeiter in der Umgebung von Paris, die einen Streik organisiert hatten. Eine bedeutende Zahl von Arbeitern wurde dabei getötet. Dasselbe Ministerium verfolgte auch die Staatsangestellten wegen Teilnahme an den Gewerkschaften in der härtesten Weise. Besonders niederträchtig verfolgte es die antimilitaristische Propaganda. [Lenin, Ausgewählte Werke, Band 4, Anm. 146]

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