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Manuelle Therapie-Kongress Parma

 Manuelle Therapie-Kongreß

„Does the efficacy of manual therapy depend on it`s specifity?”

von 10.-11.04.2010 &

Kaltenborn-Evjenth International Teachers Meeting
von 12-14.04.2010

 

Vertreter der ÖGOMT (Österreichische Gesellschaft für Orthopädische Manuelle Therapie) waren Martin Weidinger, Rudi Raschhofer, Ingrid Brauchart und Christian Körner.

Außerdem referierte im Rahmen beider Veranstaltungen Frans van den Berg.

 

Jochen Schomacher (D) meinte im Eröffnungsvortrag, dass die Spezifität in Bezug auf die Schmerzbehandlung keine entscheidende Rolle spielt, also keine spezifische, segmentale manualtherapeutische Therapie nötig ist.

Für die Behandlung von (segmentalen) Dysfunktionen ist jedoch eine spezifische Behandlung indiziert.

 

Trotz seiner 87 Jahre gab Freddy Kaltenborn, in gewohnt dynamischer Manier, einen Einblick in die Geschichte der Manuellen Therapie, die er maßgeblich mit beeinflusst hat.

Auch Olaf Evjenth zeigte seine manualtherapeutischen Fertigkeiten in Form einer praktischen Demonstration diverser Untersuchungs- & Manipulationstechniken.

 

John Krauss (USA) zeigte mittels bildgebenden Verfahren auf, dass z.B. bei

„p-a`s“ keine rein segmentspezifische Bewegung möglich ist.

 

Zusammenfassung:

- ev. zu Beginn Weichteiltechniken & dann, falls nötig,

(Segment-)spezifischere Techniken

- wichtig kann auch eine „Struktur(Gewebe)-spezifische“ Spezifität sein

- bei segmentalen Dysfunktionen (z.B. „Blockierung“ eines Facettgelenks) ist ohne Zweifel eine spezifische manuelle Behandlung nötig

- nach Möglichkeit sollte man auch bzgl. Dosierung, Kraft, Amplitude,… spezifisch behandeln

 

Als Physiotherapeut sollte man durch die langjährige spezifische Ausbildung in der Lage sein, seine Patienten (wenn nötig) spezifisch zu behandeln.

 

Im Rahmen des K/E-Int. Teachers-Meeting, an dem Kollegen aus über 20 Ländern von verschiedenen Kontinenten teilnehmen, stand das Thema „Aus- & Weiterbildung im Rahmen des K/E-Konzepts“ im Vordergrund, wobei es hauptsächlich darum ging, ab wann Manipulationen unterrichtet werden sollten.

Die Meinungen reichten von möglichst bald im Rahmen der Akademie- bzw. Fachhochschul-Ausbildung bis erst nach mehrjähriger Berufs- bzw. Manuelle Therapie-Erfahrung, wobei eher ein früher Beginn favorisiert wurde.

 

Auch die Qualifikation bzw. Ausbildung der MT-Instruktoren, sowie verschiedenste Fragen der Teilnehmer wurden diskutiert.

 

Der Kongreß war eine sehr interessante Erfahrung, sowie eine schönes Rahmenprogramm im Kreise netter & kommunikativer Kollegen


Christian Körner, MSc

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