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Graded Exposure, Pacing and Pain Exposure Physical Therapy, Interdisziplinärer Diplomkurs Schmerzmedizin

Vortrag von OEGOMT Vorstandmitglied Regina Jetzinger, MSc im Rahmen des Interdisziplinärer Diplomkurs Schmerzmedizin „Diplom – Basis 2017“ in Pöllauberg 12.05. – 14.05.2017

Graded Exposure, Pacing and Pain Exposure Physical Therapy 
Abstract:
Bei der Behandlung chronischer Schmerzen am Bewegungsapparat ist eine Steigerung der körperlichen Aktivität der Patientinnen/der Patienten oft der Schlüssel zum Erfolg.
Graded Exposure Therapy (abgestufte Schmerzexposition) nach De Jong (2005) basiert auf dem Modell des Angst-Vermeidungs-Verhaltens, welches Mechanismen der Entstehung und Aufrechterhaltung des chronischen Schmerzes beschreibt. Schmerzassoziierte Bewegungen werden stufenweise bearbeitet.
Beim Pacing wird mit den Patientinnen und Patienten ein abgestuftes Übungsprogramm festgelegt, welches genau eingehalten werden muss, an „guten“ Tagen, wie auch an „schlechten“ Tagen. Durch diese Methoden wird der Körper langsam wieder an tägliche Belastungen gewöhnt. Einer Dekonditionierung wird entgegengewirkt und die schützende Schmerzgrenze allmählich wieder nach oben verschoben.
Pacing kann auch gegen die Angst vor Schmerzen bei bestimmten Bewegungsabläufen (z.B. Bücken) helfen und den Patientinnen und Patienten somit das Wiedererlernen eines normalen Bewegungsverhaltens im Alltag ermöglichen. 
Die Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten in diesem Schmerzkurs lernen, bei welchen Patientinnen und Patienten dieser strukturierte und verhaltensorientierte Ansatz zielführend ist und wie ein Bewegungsprogramm im Sinne des Pacings erstellt wird. 
Am Beispiel der Behandlung des komplexen regional Schmerzsyndroms mit Pain Exposure Physical Therapy nach Ek und van Gijn (2004) lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Tipps und Strategien kenne, die auch auf zahlreiche andere Krankheitsbilder anwendbar sind. 


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