Die Annapurna-Runde

Auf einem der schönsten Treks der Welt: der Annapurna-Circuit


Der Annapurna-Circuit (Annapurna-Runde) ist wohl die bekannteste, beliebteste und zugleich abwechselungsreichste Trekking-Route (Fernwanderweg) Nepals. Die komplette Runde (ca. 18-21 Tage) ist auch für weniger erfahrene Wanderfreunde mit Unterstützung durch einen Guide bestens geeignet und gilt als eine der schönsten Routen der Welt. Man passiert außer den Tropen sämtliche Klimazonen, kommt hoch hinaus (auf 5416 m beim Pass Thorong La), hat einen super Blick auf einige 8000er des Himalayas (z.B. Dhaulagiri Himal, 8167m; Annapurna 8091 m) und lernt im besten Fall nicht nur das Land, sondern auch die Leute kennen!


                                                Ein paar Photos von einer wundervollen Tour auf der Annapurna-Runde 



Der Weg und seine Varianten: Von der kleinen zur großen Runde oder doch ein Ausflug zu einem der höchst gelegensten Seen der Welt?


Regulär starten die meisten Trekker entweder von der Stadt Besisahar (780 m) oder überspringen eine Tagesetappe und nehmen den späteren Einstieg in Bhulbhule (840 m). Von diesen Orten geht es dann zumeist entgegen dem Uhrzeigersinn weiter, da durch den leichteren Anstieg in dieser Richtung eine Akklimatisation besser erreicht wird. Diese ist insbesondere für den Pass am Thorong La notwendig. Gerade hier ist auch der Annapurna-Circuit nicht zu unterschätzen! Über weite Teile führt der Trek am Annapurna zunächst durch landwirtschaftlich genutztes Gebiet. Über die gesamte Runde verteilt ändert sich der Charakter der Landschaft immer wieder stark und erweist sich als extrem abwechslungsreich. Es geht durch (märchenhafte) Wälder, kleine Örtchen und heilige Orte  sowie mit dem Thorong La auch auf einen Hochgebirgspass (der geografisch höchste Punkt).  Das reguläre Ziel ist nach guten drei Wochen und ca. 210 gegangenen Kilometern in Nayapul erreicht.

Eine der beliebtesten Varianten führt zum Tilicho Lake (4920 m). Hierzu muss man den regulären Pfad in Manang verlassen und sich für einen von zwei möglichen Wegen entscheiden. Bei der Upper Route geht es zunächst auf 4700 m und daran anschließend wieder 700 m abwärts (wird im Internet auch als sinnvolle Wahl für eine gute Akklimatisation beschrieben). Auf der Lower Route geht man zwar über weite Zeit auf gleichbleibender Höhe, muss aber auf steile Geröllfelder mit höherer Steinschlaggefahr. Eine Übernachtung ist in der  Tilicho Base Camp Lodge möglich.



Annapurna_Circuit_altitude_profile.png

By Solundir (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons



Alternativ zur kompletten Runde können auch kleinere Ausschnitte gegangen werden. Hierzu bietet es sich beispielsweise an, den Ausstieg in Jomsom zu wählen und mit Bus oder Flugzeug nach Pokhara zu kommen (bitte im Internet informieren). Eine weitere Aus- und Einstiegsmöglichkeit findet sich Tatopani (ebenso mit Bus erreichbar). Von hier aus wäre z. B. auch eine verkürzte Tour nach Nayapul denkbar. Sicherlich sind noch mehr Varianten denkbar und bei der konkreten Planung kann Ram auch Fragen zur Machbarkeit beantworten oder auch Vorschläge anbieten.


Verpflegung und Unterkünfte


Entlang des Circuits finden sich zahlreiche Tea- und Guesthouses. Logistisch gesehen gibt es mit der Verpflegung daher keinerlei Probleme und es ist auch nicht notwendig, das eigene Essen selbst mitzutragen. Da die meisten Dinge von den Menschen eigenhändig hochgetragen werden, blieb die Natur von der relativ starken Nutzung erstaunlich unberührt (keine Lifte, sehr wenig Straßen). Nepal lebt es vor: man kann die Natur auch ohne unnötige Zerstörung für viele Menschen zugänglich machen und sogar eine ökonomische Nutzung muss keine nachhaltigen Schäden hinterlassen (mit den stark bebauten Alpen nicht zu vergleichen!). Ansonsten empfiehlt sich insbesondere Dal Bhat! Die nepalesischen Pizzen und andere europäische Gerichte schmecken nicht besonders und sind zudem um einiges teurer. Außerdem: man will ja das Land auch hinsichtlich der kulinarischen Seite kennenlernen!

Die Unterkünfte sind schlicht gehalten. Die Duschen werden, falls vorhanden, mit Solartechnik aufgeheizt. Ansonsten wird oft ein Wi-Fi angeboten, welches jedoch nur selten funktioniert. Strom gibt es oft, manchmal muss man für die Steckdose jedoch anstehen oder eine kleine Gebühr für die Ladung bezahlen. Generell gilt: je höher desto teurer werden Unterkunft und Verpflegung (für aktuelle Preise bitte im Internet recherchieren).



Tipps für die Ausrüstung: Permit und warme Kleidung nicht vergessen!


Für das Trekking im Annapurna-Gebiet benötigt man ein Permit inklusive 3 aktuellen Passbildern (ACAP). Das Permit kann man in Pokhara oder Kathmandu kaufen (ca. 20 $) und wird auch auf der Strecke kontrolliert! Falls man alleine reisen will, was jedoch aus mehreren Gründen nicht zu empfehlen ist, benötigt man zusätzliche eine TIMS-Registrierung (ca. 20 $). Ansonsten benötigt man einen normalen Schlafsack (auf viele Lodges können bei niedrigen Temperaturen Decken ausgeliehen werden) und für die höhere Lagen dringend warme Kleidung (Mütze und Handschuhe). Für weite Teile der Strecke würden normale Trekking-Schuhe reichen, für und am Pass Thorong La sind jedoch Bergschuhe mit hohem Schaft notwendig.





Weblinks:


Wikipedia: Annapurna_Circuit (Allgemeine Informationen; Wetter zu den verschiedenen Jahreszeiten; Geschichte und Zukunft des Treks usw.)

Wikivoyage: Annapurna Circuit (German Travel-Guide)

7000 Pics, Maps, Gps and journal about Annapurna Circuit
Comments