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Welcome to my Homepage about Ascomycetes

Crocicreas coronatum (Bull.) S.E. Carp. 1980
Gekrönter Stängelbecherling, Crocicreas coronatum




Hinweis


Für die korrekte Darstellung der auf dieser Seite befindlichen Schlüssel, Bilder und Beschreibungen wird die neueste Version von Firefox empfohlen. Andere Browser führen dazu, dass die Formatierung insbesondere der Schlüssel verloren geht. Eine allgemein akzeptable Formatierung, die in das Layout dieser Seite passt, wird noch ausgetüftelt. Bitte beachten Sie auch die Exkursionsangebote unter TERMINE.


Aufruf zur pilzkundlichen Erfassung


Liebe Leser,

Sie alle können dazu beitragen, dass die Seite noch umfangreicher wird, indem Sie mir Ihre Funddaten von Ascomyceten mitteilen. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese nun innerhalb oder außerhalb Deutschlands gefunden wurden. Wenn Sie Fotos mitliefern können, insbesondere von Arten, die noch kein Portrait haben, dann bin ich Ihnen überaus dankbar. Schicken Sie Ihre Daten einfach an meine E-Mail-Adresse, welche unter Kontakt zu finden ist. Alles führt dazu, die Ascomyceten ein Stückchen bekannter zu machen. Bis jetzt haben sich einige Pilzkenner auf vielfältige Art und Weise an meinem Projekt beteiligt, sei es nun durch das Zusenden besonderer Kollektionen oder aber das Bereitstellen von Bildern von seltenen Arten. Die bisherigen Mitstreiter sind in der folgenden Liste aufgeführt:

Nick Aplin (England)
Stefan Blaser (Schweiz)
Francisco Calaca (Brasilien)
Ralf Dahlheuser
Werner Eimann
Sarah Faulwetter (Kreta)
André Fevrier (Frankreich)
Susana Garcia (Spanien)
Alain Gardiennet (Frankreich)
Norbert Heine
Peggy Heine
Eike Heinemann
Thorben Hülsewig
Zarko Jorgovanovic
(Österreich)

Peter Keschmer
Gábor Kovács
Michael Loizides (Zypern)
Sven Pohlers

Matthias Reul
Torsten Richter

Enrique Rubio (Spanien)
Pablo Schäfer
Rika Seibert
Elsa Sousa (Portugal)
Sebastian Themer
Marcel Vega
Per Vetlesen (Norwegen)
Karl Wehr

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Da die alte Homepage aufgrund überlastiger Werbung und langsamen Servern wenig praktikabel für die Besucher war, und auch die Bearbeitung der Seite wesentlich zeitaufwändiger war als es hier der Fall ist, habe ich nun beschlossen, mit Hilfe von Google Sites eine Homepage aufzubauen, die sich an alle Pilzinteressierten richtet. Vor allem diejenigen, die sich auch abseits der Speisepilze für außergewöhnlichere Arten oder sogar für die mikroskopische Darstellung von Pilzen begeistern können, werden hier Spaß haben. 

Viele der hier vorgestellten Spezies wurden im Bergischen Land gefunden, wo ich seit Ende 2011 nahezu regelmäßig zusammen mit Ralf Dahlheuser kartiere und die Funde in die NRW-Liste (siehe bei Links, Seite von Hans Bender) eintragen lasse. 

Nun möchte ich aber an dieser Stelle auch noch ein paar allgemeine Worte zu dieser Seite verlieren. Wie Sie links sehen, befinden sich im Menu nicht nur die einzelnen Punkte zum Anklicken, um direkt zu den Arten zu kommen, sondern Sie werden auch informiert über aktuell getätigte Änderungen an der Seite. Wenn also eine neue Art hinzugefügt wurde, oder ein Text verändert oder erweitert wurde, so bleibt dies sicherlich nicht unbemerkt. 

Zunächst einmal werden auf dieser Seite nur Schlauchpilze gezeigt. Eventuell kommen später noch einige interessante Ständerpilze hinzu. Insgesamt wären das nämlich so viele Arten mit sovielen Fotos, dass diese die Speicherkapazität dieser Seite übersteigen würden. Eine maximale Komprimierung der Bilder hätte einen Qualitätsverlust zur Folge, den Sie als Leser sicher nicht sehen möchten.

Was sind Schlauchpilze?

Aktuell werden Pilze einem Reich zugeordnet, welches Fungi genannt wird und sich neben Flora und Fauna erst in jüngster Zeit etablieren konnte. Über Jahrhunderte hinweg hatte man die Idee, die mykologischen Organismen entweder eindeutig den Tieren oder den Pflanzen zuordnen zu können. Aufgrund unterschiedlicher Merkmale, die sie eindeutig charakterisieren, sprach man ihnen letztlich ein eigenes Reich zu.
Die Schlauchpilze bilden unterhalb der Ebene des Reiches eine eigenständige, gut abgrenzbare Gruppe, die jedoch von äußerst hoher Diversität ist. Generell gilt: Ein Schlauchpilz besteht aus einem Fruchtkörper, der in den meisten Fällen becher- oder kugelförmig ist. Je nachdem, wie dieser Fruchtkörper beschaffen ist, spricht man von einem Apothezium, einem Perithezium usw. Der Fruchtkörper ist die Grundlage für die Produktion von Verbreitungseinheiten, den Sporen. Diese werden in für Schlauchpilze charakteristische Organe gebildet, den Sporenschläuchen. In den Sporenschläuchen, man spricht in der Fachsprache von Asci (Einzahl: Ascus), kommt es zu meiotischen und mitotischen Vorgängen, bei denen schließlich meist 8, seltener auch mehr oder weniger Sporen gebildet werden.

Die Standorte der Schlauchpilze sind von ganz unterschiedlicher Art, viele Spezies leben saprob von abgestorbenen Materialien, wie z.B. Holz, Rinde, Dung, Blätter, Krautstängel, Grasreste oder sogar Knochen und Tierfell. Es sind daneben auch zahlreiche phytoparasitisch orientierte Arten bekannt, vor allem aus der Ordnung der Echten Mehltaue (Erysiphales), die auf dieser Seite (noch) nicht bearbeitet werden.

Wie findet man Schlauchpilze?

Ähnlich wie bei den Echten Mehltauen, bei denen jeweils der Wirt von essentieller Bedeutung für das Auffinden und Bestimmen der Art ist, kann es auch bei allen übrigen Schlauchpilzen, insbesondere bei den oft sehr winzigen und mit bloßem Auge nicht erkennbaren Kernpilzen von Vorteil sein, wenn man weiß, wo man suchen muss. Ein sehr guter Einstieg dazu bietet das Buch "Microfungi on Land Plants" von Ellis & Ellis (1997). Es führt Unmengen an Schlauchpilzarten auf, die anhand von Beschreibungen und Illustrationen dargestellt und nach Substrat sortiert werden. Unter "Substrate" werden Sie demnächst eine ähnliche Sortierung vorfinden, sodass Sie einen Überblick darüber bekommen werden, welche Arten auf welchem Substrat zu erwarten sind.

Wichtige Hilfsmittel für die Suche nach den kleinen Pilzen sind eine starke Lupe (10fach) sowie für die Kernpilze eine Rasierklinge, um Substratoberflächen anzuschneiden, da die Fruchtkörper oft in diese eingesenkt sind oder sich einfach komplett unter der Rinde befinden und daher von außen nicht erkennbar sind.

Fast 30 Jahre nach dem Erscheinen des Buches von J. Breitenbach und F. Kränzlin, Pilze der Schweiz Band 1 (Ascomyceten), hat sich im Bereich der Schlauchpilze eine Menge getan. Die ehemals als so stiefmütterlich behandelt gefühlten Arten werden gerne in Foren gezeigt, in Zeitschriften abgebildet und beschrieben und das Wissen, welches bislang noch von wenigen Personen gesammelt wird, weit verbreitet, sodass selbst Speisepilzsammler ihre Freude an den Bildergalerien haben.

Die Seite möchte versuchen, ihrem Anteil an der Erhöhung des Bekanntheitsgrades der Schlauchpilze gerecht zu werden. Das Wissen, welches ich durch langjährige Lektüre in Hunderten verschiedener Bücher und Zeitschriften gesammelt und in natura angewendet habe, um eigene Makro- und Mikrofotos der vielen Arten zu machen, möchte ich gerne teilen mit jedem, der Gefallen an der Ästhetik und der Vielfalt der Schlauchpilze findet und schließlich die oft beschwerliche Bestimmung erleichtern.



Aktuell gezeigte Arten (in Klammern eigene Bearbeitungen):

ASCOMYCOTA: 800 (664)
Pezizomycetes: 169 (136)
Leotiomycetes s.l.: 177 (153)
Orbiliomycetes: 2 (2)
Lecanoromycetes: 12 (11)
Sordariomycetes: 250 (209)
Dothideomycetes: 168 (135)
Arthoniomycetes: 1 (1)
Eurotiomycetes: 20 (17)
Taphrinomycetes: 1 (1)

Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit dieser Seite,
bwergen