Hamburg, das Tor zur Welt

By: Julie Chamberlain

 *Photograph property of: Julie Chamberlain

Wie kann eine Stadt ein Tor sein, wenn sie aus der Welt enstanden ist?

Hamburg ist kein Tor: Hamburg ist eine Stadt mit Migrationshintergrund.

Die Welt wohnt schon seit lange da

Die Welt war Juden, die vor Verfolgung flohen
        war Zwangsarbeiter aus Russland, aus Polen
        war Gastarbeiter aus der Turkei, die keine reale Gäste waren...
Die Welt ist Flüchtlinge, ohne Papiere nach Hamburg gekommen, und vielleicht irgendwoanders in
Deutschland geschickt

Die Welt wohnt schon seit lange da
…. in Altona
….in Billstedt
…. in Wilhelmsburg
Ganz Hamburg ist schon seit lange Weltquartier.

In jeder Zeit soll Hamburg irgendwie eine Schauplatz werden mit tollen neuen Namen
Weltstadt
Green Capital
Stadt der Zunkunft

Hamburg ist auch Kolonialstadt, durch Kolonialhandel reicher geworden. Kaffee, Zucker, Gewürze,
Palmöl für die Harburger Fabrik. Die Straßen sind immernoch für Kolonialhändler und Sklavenbesitzer
genannt.

Hamburg ist auch Führerstadt. Sollte aus Ziegel von Zwangsarbeit besser und größer gebaut werden.
War stattdessen halb zerstört.

In jeder Zeit lebt Hamburg mit ihrer langen Geschichte.
Wo heute IBA Hamburg über die Elbe in die Zukunft springt, waren früher
Ausländischezwangsarbeiter in Arbeitserziehungslager diszipliniert.
Die riesengroße Containerschiffe die heute nach Hamburg kommen, segeln mit ununterbrochenem
Zusammenhang aus die Kolonialzeiten, für die es keine Erinnerungskultur gibt.

Hamburg, du bist kein Tor zur Welt. Du bist aus der Welt gemacht.

Du hast Migrationshintergrund, wie ganz Deutschland.


 *Photograph by: Julie Chamberlain

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