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Entwicklung der AGA

1. Ein denkwürdiges Treffen des Bürgerforums
Im Mai 2011 stand das Thema „Lärm und Verkehr“ auf der Agenda des Bürgerforums Badenweiler. In Form einer Präsentation wurden die Bedingungen für Badenweiler sowie Verbesserungsvorschläge und mögliche Handlungsschritte zur Diskussion gestellt. 

2. Gemeinsam erkannter Handlungsbedarf
In Verlauf dieser Diskussion bekundete eine Reihe von Anwesenden ihre Auffassung, dass die Lärm und Verkehrsbedingungen in Badenweiler dem Anspruch an ein Heilbad auch nicht annähernd genügen. Es wurde insbesondere beklagt, dass die für Badenweiler gültigen Verordnungen (siehe unter: Lärmregelungen in Badenweiler) zum Lärmschutz und zu den Verkehrsbeschränkungen nicht eingehalten, nicht überwacht und nicht sanktioniert würden. Darüber hinaus berichteten Bürger, dass auch Hinweise auf eklatante Verletzungen der Verordnungen von der Gemeindeverwaltung entweder bagatellisiert oder gar nicht beantwortet werden. In der Folge erklärten sich acht Anwesende bereit, das Thema aktiv anzugehen, eine entsprechende Arbeitsgruppe zu bilden und auf Änderungen hinzuwirken. 

3. Lärm – und Verkehrsmessungen als erste gemeinsame Aktion
Es wurden mit den Interessenten eine Kommunikationstruktur über einen E-Mail Verteiler und regelmäßige Treffen vereinbart. Dort wurde der Vorschlag gemacht, zunächst die Lärm- und Verkehrsfrage von dem subjektiven Empfinden des Einzelnen auf eine belastbare, durch Messungen gestützte, objektive Basis zu stellen. Daraufhin wurde ein professionelles Lärmmessgerät auf eigene Kosten erworben und durch die Mitglieder der Arbeitsgruppe Lärmessungen an verschiedenen Orten der Gemeinde, zu unterschiedlichen Lärmquellen und zu verschiedenen Zeiten sowie Verkehrszählungen durchgeführt. Ergänzt und komplettiert wurden die entsprechenden, im Sommer 2011 durchgeführten Messungen durch bereits im Vorfeld erfolgte, akribische Geschwindigkeitsmessungen des eines Arbeitsgruppenmitgliedes. Die methodischen Bedingungen und die Ergebnisse dieser umfangreichen Datenerhebungen sind unter der Rubrik Eigene Messergebnisse nachzulesen. 

4. Absprachen über eine vertrauensvolle und effektive Arbeit der Gruppe
Die vorangehend beschriebenen Aktivitäten und die Vermittlung der Ergebnisse und Vorschläge an das Bürgerforum, die Gemeinde (Bürgermeister und Gemeinderäte) und die breitere Öffentlichkeit erforderten eine zunehmende Verlässlichkeit in den Absprachen zwischen den Mitgliedern und deren Kommunikationsstrukturen. Dies umso mehr, weil mit Bekanntwerden erster Ergebnisse, Gerüchte und Unterstellungen zu den „Absichten“ der Arbeitsgruppe in der Gemeinde verbreitet wurden, die mit den eigentlichen Intentionen nicht mehr viel zu tun hatten. Es wurden deswegen Absprachen über die Zusammenarbeitskultur getroffen und die Arbeitsbedingungen der Gruppe definiert und im Sinne von Leitsätzen (keine Gesetze!) schriftlich festgehalten. Diese sind von den derzeit Beteiligten akzeptiert und jederzeit an neue Bedingungen anzupassen. 


Die zehn 10 Leitsätze zur „Arbeitsgruppe Ambiente“ im „Bürgerforum Badenweiler“ 
Selbstverständnis, Zielbestimmung, Arbeitsweise und Zusammensetzung

 

A. Selbstverständnis 
  • Die Arbeitsgruppe Ambiente (AGA) ist aus dem Bürgerforum Badenweiler (BF) hervorgegangen und handelt im Auftrag desselben. 
  • Plenarsitzungen des BF sind das Integrationsinstrument aller Arbeitsgruppen (AGs). Die AGs benennen einen oder mehrere Ansprechpartner und bestimmen ihre Arbeitsweise, Mitgliederzahl und Mitgliederallokation selbst. 
B. Zielbestimmung 
  • Die Mitglieder der AGA haben die Aufgabe übernommen, Konzepte für die Umfeldbedingungen in Badenweiler zu entwickeln, die dem Anspruch eines Heilbades gerecht werden. 
  • Die Mitglieder vertreten die Meinung, dass das Heilbad diesem Anspruch derzeit nur unzureichend gerecht wird und sehen es als ihre vordringliche Aufgaben an, möglichst weitgehende Verkehrsberuhigungen und Lärmreduzierungen zu erreichen. 
  • Zu den weiteren Aktionsfeldern der AGA sollen später die Orts- und Umfeldgestaltung (Natur, Energiefragen) dazukommen. 
C. Arbeitsweise 
  • Die AGA legt ihre Aktivitäten in Arbeitstreffen fest und bestimmt dort auch die Berichtsinhalte an das BF. 
  • Die AGA - Mitglieder pflegen eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, Beschlüsse werden einstimmig im „Konsensverfahren“ getroffen 
  • Die Mitglieder kommunizieren außerhalb der Arbeitstreffen über einen e-mail Verteiler (Offenlegungsvereinbarung). 
D. Zusammensetzung 
  • Der konsensuelle und offene Arbeits- und Kommunikationsstil können gegebenenfalls auch eine Begrenzung der Mitgliedszahl erfordern. 
  • An der Arbeit der AGA interessierte Bürger sind jederzeit als Gäste - ohne Stimmrecht im Sinne des unter 7. genannten Konsensverfahrens – oder als aktive Mitgestalter mit Stimmrecht willkommen.